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Kurzinformation:

Die verlassene US-Spionagestation am Berliner "Teufelsberg" ist definitiv einen Ausflug wert.

Kontakt:

Teufelsseechaussee
14193 BERLIN


Anfahrt:

Bus M49 und 218 - Station: Flatowallee
S-Bahn S5 - Station: Heerstraße

http://www.berlin.de/ba-charlottenburg-wilmersdorf/bezirk/lexikon/teufelsberg.html

Bewertung:

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Die verlassene US-Spionagestation am Teufelsberg

Sollte man sich dazu berufen fühlen Berlins kulturelle Schätze auf eine etwas unkonventionelle Art zu erkunden, dann ist die verlassene Spionage-Station am “Teufelsberg” eine Reise wert.
Auf dem etwa 110 Meter hohen „Berg“ befindet sich ein Relikt aus Zeiten des Kalten Krieges: die US-Amerikaner erbauten, auf britischem Besatzungsgebiet eine mächtige Flugüberwachungs- und Abhörstation, die dazu dienen sollte das russische Ostdeutschland auszuspionieren. Nach dem Abzug der Alliierten wurde das beeindruckende Spionage-Konstrukt als „Flugsicherungsradarstation“ verwendet – seit 1999 stehen die Gebäude leer. Jedoch der gesamte „Teufelsberg“ ist ein Relikt aus der Vergangenheit: nach dem Zweiten Weltkrieg wurden dort, wo sich heute der höchste „Berg“ Berlins befindet, etwa 26 Millionen Kubikmeter Trümmerschutt abgeladen, die heute den künstlich aufgeschütteten „Teufelsberg“ bilden. Und auch unter dem „Trümmerhaufen“ liegt ein Teil Geschichte wortwörtlich begraben: unter dem „Trümmerhaufen“ steht der Rohbau der „Wehrtechnischen Fakultät“ – eine Art Nazi-Militär-Trainingslager, die im Rahmen des nationalsozialistischen Projektes „Welthauptstadt Germania“ in den 1940er Jahren erbaut wurde.
Sollte man trotz der historischen Fakten noch immer nicht von der Sehenswürdigkeit der „Spionagestation“ überzeugt sein, hat dieses Relikt noch mehr zu bieten. Die verlassenen Gemäuer wurden von diversen selbst auserkorenen Künstlern mit Graffitis besprayt und bieten so einen Ort, an dem es viel zu erkunden gibt. „Eintritt verboten!“ – dieses Schild prangt jedoch an dem, von Sicherheitsleuten überwachten Eingang. Wer jedoch geschickt ist, lässt sich beim Eintreten nicht erwischen oder zahlt „Strafgeld“, um die Erlaubnis zum Betreten zu erhalten.